Das Netzwerk für bestehende und entstehende Kinderhospize in der Schweiz

Was machen Kinderhospize eigentlich und wer bezahlt das?

Diese Einrichtungen sind heute in der Schweiz für Sie aktiv.

Neue Einrichtungen, die in der Zukunft eröffnen werden.

Allgemeine Informationen

Kinderhospizarbeit in der Schweiz

Die wichtigsten gemeinsamen Botschaften der Kinderhospiz-Stiftungen in der Schweiz.

In der Schweiz gibt es gemäss aktuellsten Studien über 10`000 Kinder und Jugendliche mit Bedarf an Spezialisierter Pädiatrischer Palliativ Care. Diese Zahl ist deutlich höher als bisher vermutet und weiterhin steigend. Derzeit gibt es zwei Kinderhospize im Betrieb – im August 2024 hat allani als erste Einrichtung der Schweiz in Bern eröffnet. In Fällanden/ Zürich hat das Flamingo Kinderhospiz im Januar 2026 seine Türen geöffnet. Über Kinderhospiz Netzwerk Schweiz stehen die Organisationen in engem Austausch miteinander. Die Kinderhospizbewegung hierzulande steckt damit aber noch in den „Kinderschuhen“.

Kinderhospize schliessen in ihrer Funktion und Aufgabe eine wichtige Versorgungslücke im Schweizer Gesundheitssystem. Dennoch ist die Finanzierung auf Bundesebene nicht geregelt und das Angebot, das betroffene Familien unterstützt und entlastet, umfassend begleitet und sich der Lebensqualität von schwerkranken Kindern widmet, wird ohne Erklärung oftmals falsch interpretiert und ist bisher in hohem Masse auf Spenden angewiesen.



Kinderhospize in der Schweiz – Fünf Fragen und Antworten

inderhospize sind Rückzugsorte mit ganzheitlichen Angeboten. Hier können lebenslimitierend erkrankte Kinder und Jugendliche, ihre nächsten Bezugspersonen und Geschwister immer wieder neue Kräfte sammeln – dies im Sinne der Pädiatrischen Palliative Care (PPC). Sie verbinden die Geborgenheit eines Zuhauses mit der Sicherheit einer stationären Einrichtung: für Übergänge und Nachbetreuung, für instabile palliative Phasen und Auszeiten. Im Kinderhospiz finden Betroffene Raum und Zeit für die Familie, in einem geschützten Umfeld mit pflegerischer, medizinischer und psychosozialer Unterstützung. Auch die letzte Lebensphase des erkrankten Kindes kann hier geborgen und sicher betreut werden.
Kinderhospize sind vor allem Orte des Lebens. Familien von Kindern mit einer lebenslimitierenden Erkrankung gehen oft einen langen Weg. Manchmal dauert er Jahre. Im Kinderhospiz erhalten sie die nötige, professionelle Unterstützung. Ziel ist es, eine bestmögliche Lebensqualität aller Betroffenen zu fördern. In Kinderhospizen dürfen unheilbar kranke Kinder auch versterben. Im Beisein ihrer Familie, in ruhiger Umgebung, professionell palliativ betreut. Die Einrichtungen sind auch nach dem Versterben des Kindes für die Familien da. Tod und Trauer werden als natürliche Prozesse angesehen.
Gerade deshalb sind Kinderhospize hilfreich. Den grössten Teil der Betreuung schwerkranker Kinder übernehmen die Eltern daheim, professionell unterstützt von Kinderspitex-Diensten und weiteren Helferinnen und Helfern. Die Eltern sind sehr engagiert, die Aufgabe ist strapaziös. Betreuende Angehörige brauchen Verschnaufpausen, um ihre gesellschaftlich wertvolle Rolle weiterhin wahrnehmen zu können. Kinderhospize ermöglichen dies. Das Kind wird fachgerecht betreut, während die Eltern und Geschwister zu Kräften kommen. Die Familien können gemeinsam Zeit im Hospiz verbringen.
Die Kinderhospiz-Stiftungen setzen sich engagiert dafür ein, dass die Spezialisierten Pädiatrischen Palliativen Leistungen der Kinderhospize einheitlich abgegolten werden, durch die Krankenversicherungen, die IV und die öffentliche Hand. Angehörige kommen für ihren Teil der Unterkunft und Verpflegung auf, ausser in Härtefällen. Ungedeckte Kosten finanzieren die Stiftungen mit Spenden. Die öffentliche Mitfinanzierung von Kinderhospizen ist heute bei den Kantonen und beim Bund weder geregelt noch gesichert. Auf Bundesebene werden Lösungen diskutiert. Auch kantonal sind unterschiedliche Lösungen denkbar - aber bisher nicht umgesetzt.
Nein – im Gegenteil! Kinder mit einer lebenslimitierenden Erkrankung benötigen ohnehin Pflege. Mit Kinderhospizen verlagern und reduzieren sich die Kosten jedoch. Eine Betreuung im Kinderhospiz ist weit weniger kostenintensiv als im Spital. Ein Kinderhospizaufenthalt stärkt die Eltern, Geschwister und das betroffene Kind, so dass die Kinder länger kostengünstig zuhause gepflegt werden können. Spitalaufenthalte und Folgekosten wegen Überlastung verringern sich. Im Vergleich zu anderen Patientengruppen ist die Zahl schwerkranker Kinder zudem gering. Das darf für die Politik allerdings kein Grund sein, sie zu vergessen. Die betroffenen Familien sind sehr auf die unterstützende Hilfe angewiesen.

Bestehende Kinderhospize

allani

 Stiftung allani Kinderhospiz Bern
Riedbachstrasse 348
3020 Bern

Flamingo

Kinderhospiz Flamingo AG
Sunnetalstrasse 6
CH-8117 Fällanden

Entstehende Kinderhospiz-Projekte

Projekt 1

Hier werden Sie in Kürze weitere Informationen erhalten.

Projekt 2

Hier werden Sie in Kürze weitere Informationen erhalten.

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